Unternehmensnachfolge: diese Optionen haben Sie

Die eigene Firma ist nicht selten ein Lebenswerk. Und dieses will man auch dann in guten Händen wissen, wenn man sich - beispielsweise aus Altersgründen oder einer Krankheit - aus dem operativen Geschäft zurückzieht. Auch für die Zeit nach einem selbst möchte man alles regeln. Schauen wir also einmal auf die Optionen, die sich Ihnen bei der Unternehmensnachfolge bieten.

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    Was bedeutet Unternehmensnachfolge überhaupt?

    Tatsächlich muss man zunächst einmal zwischen der Übertragung von Anteilen an einer Firma sowie der Übertragung von Führungskompetenzen unterschieden. Prinzipiell sind hier abweichende Regelungen möglich. Einfach ausgedrückt: Jemand kann Anteile an einer Firma erhalten, ohne diese aktiv als Geschäftsführer zu managen. Gleichzeitig kann auch jemand als Führungskraft eingesetzt werden und dafür ein gutes Gehalt bekommen, jedoch keine oder nur wenige Anteile am Unternehmen bekommen. Hier spielen also nicht nur die Rechtsform -  wer darf was entscheiden - sondern vor allem individuelle Regelungen im Sinne der Unternehmenseigner eine Rolle. 

    Interne Nachfolge

    Bei der internen Nachfolge übernimmt jemand aus dem Unternehmen, möglicherweise ein langjähriger Mitarbeiter, oder aber ein Familienmitglied die Leitung des Unternehmens (oder erhält entsprechende Anteile, die zu einer Entscheidungshoheit innerhalb des Unternehmenskonstrukts befugen. Diese Person wird oft bereits im Unternehmen arbeiten und über das notwendige Fachwissen und die Fähigkeiten verfügen, um das Geschäft erfolgreich weiterzuführen.

    Familienmitglieder

    War die familieninterne Nachfolge früher der Normalfall, sind es heute rund 40 % der Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Firma an ein Kind oder mehrere Nachkommen übertragen. Wichtig ist, dass das Familienmitglied das Interesse und die Fähigkeiten hat, das Geschäft zu übernehmen. Im Idealfall haben Sohn oder Tochter bereits mehrere Jahre im Betrieb verbracht und die Abläufe verinnerlicht. Bei der familieninternen Unternehmensnachfolge haben Sie folgende Möglichkeiten:

    1. Direkte Übertragung an ein Familienmitglied
    2. Gleichberechtigte Übertragung an mehrere Erben
    3. Verkauf an ein bevorzugtes Familienmitglied
    4. Gründung einer Familienstiftung

    Management-Team

    Nicht immer verfügen die eigenen Nachkommen über die notwendigen Fähigkeiten, die Firma weiterzuführen. Auf “Teufel komm raus” die eigenen Kinder einspannen zu wollen, kann in einem Desaster enden, wenn diese für sich einen vollkommen anderen Lebensweg vorgesehen haben. Eine mögliche Alternative ist die Übertragung an ein internes Management-Team, welches bereits im Unternehmen arbeitet und über die notwendigen Fähigkeiten, Erfahrungen und das Engagement verfügt, die Firma erfolgreich weiterzuführen. Statt an ein Team kann die Führung des Unternehmens auch an eine Einzelperson übertragen werden.

    Externe Nachfolge

    Eine externe Nachfolge tritt ein, wenn das Unternehmen an eine externe Partei verkauft wird. Dies kann an ein anderes Unternehmen, einen Investor, einen Wettbewerber oder eine Person außerhalb des Unternehmens erfolgen. Diese Option wird meist dann gewählt, wenn es keine geeigneten internen Kandidaten gibt oder wenn Eigentümer das Unternehmen grundlegend veräußern möchten, um mit dem Verkaufserlös anderweitig zu verfahren.

    Management-Buy-Out (MBO)

    Bei einem Management-Buy-Out erwirbt das derzeitige Management-Team des Unternehmens das Unternehmen von den aktuellen Eigentümern. Dies ermöglicht in der Regel eine Kontinuität in der Führung.

    Management-Buy-In (MBI)

    Im Gegensatz zum MBO übernehmen beim Management-Buy-In externe Manager oder ein Management-Team das Unternehmen. Die neue Führungsetage muss keine vorherige Verbindung zum Unternehmen haben. Diese kann Vorteile - beispielsweise neue Ideen und ein gänzlich neuer Blick auf die Dinge - oder aber Nachteile - wenig Identifikation mit der Firma - haben.

    Verkauf an Investoren (Private Equity)

    Obwohl in der Praxis selten bei Unternehmensnachfolgeregelungen gewünscht, kann der Verkauf an einen Investor oder eine Investmentgesellschaft eine Lösung im Rahmen der Unternehmensnachfolge sein. Reine Investoren haben jedoch selten die Absicht, eine Firma im Sinne der Gründer weiterzuführen, sondern sind am Gewinn interessiert. Der Weiterverkauf nach einer gewissen Zeit ist also nicht ausgeschlossen. Allerdings gibt es auch Investoren, die Unternehmen langfristig halten. 

    Verkauf an anderes Unternehmen

    Unternehmer, für die eine interne Lösung nicht infrage kommt, versuchen in etwa 33 % der Fälle die Firma an ein anderes Unternehmen zu verkaufen, also praktisch mit einem anderen Unternehmen zu fusionieren. Wichtig hierbei: Die aufkaufende Gesellschaft sollte nicht nur die nötigen finanziellen Ressourcen besitzen, sondern auch die Führung effektiv gestalten können.

    Verkauf an eine Stiftung oder gemeinnützige Organisation

    In einigen Fällen entscheiden sich Unternehmer dafür, ihr Unternehmen an eine Stiftung oder gemeinnützige Organisation zu übergeben. So lässt sich zum Beispiel sicherstellen, dass Gewinne des Unternehmens für gemeinnützige Zwecke verwendet werden

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    Jasin Isik ist Gründer und Geschäftsführer der SuisseKasse GmbH, der Betreiberfirma von GruenderWelt.ch. Zu den Geschäftsbereichen der Gesellschaft zählen neben der Finanz-, Steuer-, Vorsorge und Versicherungsberatung sowie -vermittlung auch die Vermittlung von (medizinischem) Personal. Zudem ist die SuisseKasse GmbH im Bereich Immobilien aktiv.

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